PraenaTest® Leistungsbewertung

 

 

Aussagekraft des PraenaTest® hinsichtlich der fetalen Aneuploidie des Chromosoms 21 (Testoption 1)

Die Aussagekraft der neuen PraenaTest® Option 1 wurde im Rahmen einer Leistungsbewertung validiert. Die Studienergebnisse der maternalen Plasmaproben (n=966) zeigen eine positive  prozentuale Übereinstimmung (PPA, positive percentage agreement; entspricht der Sensitivität) von 100% (niedrigeres 1-seitiges 95% -Konfidenzintervall von 91,8%; n=35/35) sowie eine negative prozentuale Übereinstimmung (NPA, negative percentage agreement; entspricht der Spezifität; n=931/931) von 100% im Vergleich zum NGS-basierten PraenaTest®. Der negative prädiktive Wert (NPV, negative predictive value war 100% (niedrigeres 1-seitiges 95% Konfidenzintervall von 99,68%). Der durchschnittliche Anteil fetaler DNA aller untersuchten Blutproben betrug 8,1%. Bei 54 Blutproben mit einem Anteil fetaler DNA von unter 4% bzw. bis zu 2,4% wurde ein korrektes Testergebnis erzielt.

 

Aufgrund einer 100%-igen positiven sowie negativen Übereinstimmung der Ergebnisse des validierten qNIPT Konzepts (neue PraenaTest® Option 1) mit dem PraenaTest® basierend auf Next Generation Sequencing (NGS), bleibt die finale Testgüte für den PraenaTest® unverändert. Bitte beachten Sie, dass die neue PraenaTest® Option 1 nicht bei Zwillingsschwangerschaft angewendet werden kann. Bitte beachten Sie auch die LimitationenMehr zur Methode finden Sie hier.

 

Testgüte des PraenaTest® Option 1 für die Untersuchung des Chromosoms 21 bei Einlingsschwangerschaft (Studie 2016):

 

Korrekt klassifizierte Proben:     966/966  (100%)

Trisomie 21 positiv:                           35/35     (100%)

Trisomie 21 negativ:                         931/931 (100%)

 

Sensitivität:                                         100% (91,8%)

(unteres einseitiges 95%KI)

Spezifität:                                           100% (-)

(unteres einseitiges 95%KI)

NPV:                                                  100% (99,68%)

(unteres einseitiges 95%KI)

 

Aussagekraft des PraenaTest® hinsichtlich der fetalen Aneuploidien der Chromosomen 21, 18, 13, X und Y (Testoptionen 2 und 3)

Ergebnisse der klinischen Studien hinsichtlich der fetalen Aneuploidien der Chromosomen 21, 18, 13, X und Y finden Sie hier (Seite 27 ff).

 

 

Aussagekraft des PraenaTest® bei der 22q11.2 Mikrodeletion assoziiert mit dem DiGeorge-Syndrom und dem Velo-Cardio-Fazialen Syndrom (VCFS oder Shprintzen-Syndrom)

Validierung der Untersuchungsmethode

Es wurden sowohl Daten von künstlich hergestellten DNA-Mischproben sowie mehreren Proben von schwangeren Frauen, deren ungeborenes Kind eine 22q11.2 Mikrodeletion aufwies, mittels Next Generation Sequencing untersucht. In allen Fällen wurde eine 22q11.2 Mikrodeletion korrekt nachgewiesen. Dabei verlief der Validierungsprozess in drei Phasen:

 

Phase 1

Es wurden vier künstlich hergestellte Proben mit jeweils unterschiedlichem cffDNA-Gehalt (16%, 8%, 4% sowie 2%), die eine 22q11.2 Mikrodeletion aufwiesen, mehrfach analysiert. Die 22q11.2 Mikrodeletion der beiden Proben mit einem cffDNA-Gehalt von 8% und 16% wurde korrekt bestimmt, während die Ergebnisse der Proben mit geringerem cffDNA-Gehalt nicht aussagekräftig waren.

 

Phase 2

Es wurden vier Proben von schwangeren Frauen, deren ungeborene Kinder eine 22q11.2 Mikrodeletion aufwiesen, retrospektiv untersucht und die 22q11.2 Mikrodeletion jeweils korrekt nachgewiesen. Dabei wurde zuvor die 22q11.2 Mikrodeletion bei drei der Proben mittels invasiver Diagnostik bestätigt. Bei der vierten Probe wurde per Ultraschall ein Herzfehler (DORV; Double outlet right ventricle), der mit dem DiGeorge- bzw. Velo-Cardio-Fazialen-Syndrom assoziiert ist, bestätigt. Das DiGeorge-Syndrom wurde nach der Geburt des Kindes bestätigt.

 

Phase 3

In einer abschließenden internen verblindeten Studie wurden Proben aus Phase 2 mit einer 22q11.2 Mikrodeletion sowie euploide Proben untersucht. Alle Proben wurden korrekt klassifiziert. Aufgrund der niedrigen Fallzahl kann eine konkrete Testsensitivität und –spezifität derzeit nicht abgeleitet werden.

 

Korrekt klassifizierte Proben 16/16

Gesamtdetektionsrate 2/2

Falsch-Positiv-Rate 0/14

 

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