Vereinbarung einer Forschungsallianz zwischen LifeCodexx und Charité nach erfolgreicher klinischer Machbarkeitsstudie zu molekulargenetischem Präeklampsie-Assay

Proprietärer qPCR-Assay geplant für 2018

 

Konstanz / Berlin, 11. April 2017 – LifeCodexx AG, ein führender europäischer NIPT-Anbieter sowie die Klinik für Geburtsmedizin der Charité, haben eine Forschungsallianz vereinbart zur Erforschung und Entwicklung eines neuartigen molekulargenetischen Assays zur Früherkennung von Präeklampsie. Dies ist eine schwere Erkrankung während der Schwangerschaft, gekennzeichnet durch Bluthochdruck und Proteinurie nach der 20. Schwangerschaftswoche. In den entwickelten Ländern ist die Präeklampsie die Ursache von etwa 16 Prozent aller mütterlichen Todesfälle und verantwortlich für bis zu 25 Prozent der gesamten perinatalen Mortalität. Da zwei bis acht Prozent aller Schwangerschaften weltweit betroffen sind, ist die Inzidenz für Präeklampsie deutlich höher als für die fetale Trisomie 21.

 

Die Forschungsallianz baut auf einer anhaltenden Forschungspartnerschaft zwischen der LifeCodexx AG und dem Universitätsklinikum Würzburg (Deutschland) auf, in welcher die Partner vor kurzem in einer klinischen Machbarkeitsstudie gezeigt haben, dass der von der LifeCodexx AG entwickelte proprietäre qPCR-basierte Assay deutlich zwischen betroffenen und nicht betroffenen Patientinnen unterscheiden kann. Ziel der Allianz mit der Charité, in Deutschland führend auf dem Gebiet der klinischen Forschung zur Präeklampsie-Diagnose, ist die Vorhersage einer Praeklampsie zu einem frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft.

 

„Die bisherigen Möglichkeiten zur Vorhersage einer Präeklampsie bereits im ersten Trimester der Schwangerschaft sind ungenügend,“ sagt Privatdozent Dr. Stefan Verlohren, Oberarzt an der Klinik für Geburtsmedizin und Leiter der Forschungsgruppe Präeklampsie an der Charité. „Mit einem zuverlässigen und frühzeitig einsetzbaren molekulargenetischen Test könnte durch eine präzisere Vorhersage der Krankheit möglicherweise die maternale und fetale Morbidität und Mortalität reduziert werden.“

 

„Wir freuen uns sehr über diese neue Forschungsallianz auf dem Gebiet der Präeklampsie. LifeCodexx etabliert sich damit weiterhin an der Spitze der Anbieter von innovativen nicht invasiven Tests für die Schwangerenvorsorge,“ sagte Dr. Michael Lutz, Vorstandsvorsitzender der LifeCodexx AG. „Mit der erfolgreichen klinischen Machbarkeitsstudie auf Basis der ersten Version unseres qPCR-basierten Assays haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein nach der kürzlich erfolgten CE-Kennzeichnung unseres qPCR-basierten PraenaTest® erreicht. Es ist unser erklärtes Ziel, den innovativen Präeklampsie-Assay innerhalb des kommenden Jahres im Markt verfügbar zu machen.“

 


Über LifeCodexx AG

Die LifeCodexx AG mit Sitz in Konstanz (Deutschland) entwickelt seit 2010 innovative und klinisch validierte nicht-invasive Diagnostiktests basierend auf dem Einsatz neuester molekularer Analyseverfahren. Mit dem PraenaTest®, Europas erstem nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) zur Bestimmung der häufigsten Chromosomenstörungen beim ungeborenen Kind, hat die LifeCodexx AG die Pränataldiagnostik seit der Markteinführung in 2012 nachhaltig verändert. Die Testdurchführung erfolgt in Deutschland und in der Schweiz unter strikter Einhaltung der hohen Qualitätsstandards gemäß der europäischen In-Vitro-Diagnostik Richtlinie. Mit der Erforschung und Entwicklung eines neuartigen qPCR-basierten Assays für die zuverlässige Vorhersage einer Präeklampsie zu einem frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft wird die LifeCodexx AG ihr Produkt- und Service-Portfolio von molekulargenetischen nicht invasiven Tests für die Schwangerenvorsorge weiter ausbauen.

 

Über die Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin ist mit 3.011 Betten eine der größten Universitätskliniken Europas. Zur Charité gehören 4 Standorte mit rund 100 Kliniken und Instituten. Jährlich werden hier mehr als 146.000 stationäre und teilstationäre sowie über 694.000 ambulante Fälle behandelt. Mit konzernweit rund 17.100 Mitarbeitern gehört die Charité zu den größten Arbeitgebern Berlins. Die Bereiche Forschung, Lehre und Krankenversorgung sind eng miteinander verzahnt und arbeiten interdisziplinär zusammen. 2016 verfügte die Charité über mehr als 153 Millionen Euro an eingeworbenen Drittmitteln für Forschung und Lehre. An einer der größten medizinischen Fakultäten Deutschlands studieren rund 7.000 zukünftige Mediziner und Zahnmediziner.

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